Über mich

Hallo lieber Besucher,

Ich freue mich, Ihnen auf den folgenden Seiten einen Ausschnitt meines Schaffens als akademische Malerin und Reitlehrerin für klassische Dressur vorstellen zu dürfen. Beide Bereiche der Kunst sind ein wichtiger Teil meines Lebens, harmonisieren miteinander und ergänzen sich wunderbar.

Portrait von MMag. Alena Obleitner vor farbigem Hintergrund.

Künstlerisches Schaffen

Mein künstlerischer Ausbildungsweg umfasst das Studium der Malerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Meisterklasse Attersee und das Studium der Kunstgeschichte an der Universität Wien. Beide eröffneten mir die Möglichkeit, mich der Kunst sowohl von der wissenschaftlichen als auch praktischen Seite zu nähern.

Im Moment fasziniert mich die Suche nach der Verbindung von Harmonien, Komposition, Kraftlinien und Farben zu einem stimmigen Ganzen im Bild. Das Ziel meiner Arbeit besteht darin, besondere Momente des unglaublich facettenreichen Stroms an Impressionen, welche jeder Tag für uns bereithält, herauszuheben und in eine interessante künstlerische Form zu bringen. Ich wünsche mir, dass meine Kunstwerke als eine ästhetische Insel im Alltag darstellen und sie imstande sind, den Betrachter auf eine positive Art und Weise zu berühren.

Klassische Dressur

Pferde faszinieren mich jeden Tag aufs Neue. Sie sind freundlich, stark, schön, elegant, verspielt – und immer ehrlich uns Menschen gegenüber. Letztere Eigenschaft ist von unschätzbarem Wert, wenn man den Umgang mit Pferden auch zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen möchte.

Es gibt für mich kaum etwas Faszinierenderes, als mich jeden Tag von Neuem auf die Suche nach einem gemeinsamen Tanzen, einem Verfließen des Pferde- und Menschenkörpers ineinander, eines Abwechselns und Kombinierens von Energie und Ruhe in Körper und Geist, der scheinbar nie begrenzbaren Verfeinerung der Hilfen und Rundheit der Bewegungen, zu machen.

Es gilt, beständig das Gehen des Pferdes zu verbessern, dafür je nachdem was das Pferd gerade braucht, die passenden Übungen zu wählen und es in der Ausführung möglichst nicht zu stören. Um das zu gewährleisten, ist ein beständiger Fokus auf einen guten Sitz zu Pferd nötig. 

Als Vorbild auf meinem reiterlichen Weg dient mir vor allem die Reiterei Nuno Oliveiras. Nirgendwo deutlicher als in seinem Reiten und in seinen Büchern finde ich eine solch kunstvolle Reiterei. Es ist nichts gekünstelt, alle reiterliche Praxis gilt der beständigen Verbesserung der Gänge, der Suche nach eleganter, tänzerischer, stolzer Kraftentfaltung in der Leichtigkeit.

Und so etwas ist nur MIT dem Pferd erreichbar – wenn es mitmachen und sich einbringen möchte, wenn die Übungen für es Sinn machen, wenn es sich gut anfühlt in seinem Körper, sich auf diese Art zu bewegen und wenn es die Zeit bekommt, in Ruhe und in seiner Geschwindigkeit zu lernen.

Solche Pferde werden gerne geritten, sie stellen sich irgendwann von selbst zur Aufstiegshilfe und zögern manchmal, wenn man die Halle nach getaner Arbeit verlassen möchte. Sie tragen ihren Reiter mit Stolz, wachsen unter ihm und tragen aktiv ihren Teil zum gemeinsamen Tanzen bei. Das ist es, was das Reiten, das Streben nach gemeinsamer Weiterentwicklung, so schön macht.

Viel gelernt habe ich bisher auch durch die deutsche Reitkunstschule nach Egon von Neindorff. Die Korrektheit der Hilfen und des Sitzes, der logisch durchdachte Aufbau des Trainings mit abwechslungsreichen Übungsabfolgen, die Suche nach größtmöglicher Präzision der Ausführung und der Fokus auf aktive, schwungvolle Gänge stehen hier nach meinen Beobachtungen im Vordergrund. 

Sehr spannend ist für mich demnach auch der Vergleich dieser beiden Reitkunstlinien, der iberischen und der deutschen. Beide wollen ein aktives, rundes, schwung- und kraftvoll gehendes Pferd. Beide haben meiner Beobachtung nach dabei einen etwas unterschiedlichen Fokus betreffend der Haltung/Positionierung des Reiters, der Verbindung Hand-Pferdemaul und der Beinlage, des angestrebten Versammlungsgrades, der selbstständigen Mitarbeit des Pferdes, der Art der Übermittlung der Hilfen bedingt durch den historisch gewachsenen Hintergrund, den Verwendungszweck und den bevorzugten Pferdetyp.

Qualifikationen

Ich habe viel Freude daran, Menschen und ihre Pferde zu unterstützen, die sich als Team weiterentwickeln möchten. Ganz egal, ob es darum geht, einem jungen Pferd die ersten Grundregeln für den gemeinsamen Umgang zu vermitteln, eine solide reiterliche Basis zu erarbeiten, die Beziehung mittels der Freiarbeit zu verbessern oder komplexe Lektionen der klassischen Dressur zu erlernen!

Die drei Grundpfeiler meines Unterrichtskonzepts bilden dabei:

  • die Technik
  • das Gefühl
  • die Schulung des Sitzes

Die Ausformung all dieser Teilaspekte ist notwendig, um sich zu einem guten Reiter/ Pferdemenschen zu entwickeln.

Reiten ist die Suche nach Schönheit, Geradlinigkeit und Wahrheit.

Nuno Oliveira